Metallsanierung

Quecksilber in Amalgamfüllungen als auch andere Metalle in dentalen Legierungen stellen die größten Probleme für den menschlichen Organismus dar. Dabei ist der Einfluss nicht nur auf den Zahn beschränkt, der mit diesem Material gefüllt ist, vielmehr streut die Belastung auf nahezu alle Bereiche des Körpers, auch auf vegetative Nervengeflechte. Es geht dabei hauptsächlich um wirkliche allergische Erscheinungen, die auch schulmedizinisch durch immunologische Tests nachweisbar sind aber auch um toxische Prozesse, wo die Metalle z.B. direkt auf Enzyme einwirken oder auch bestimmte Areale in den Genen blockieren.

Metalle lagern sich besonders gerne in Fettzellen ein, wo der Körper auch Depots bildet, aber auch in Arealen des Gehirns finden sich Ablagerungen.

Bei der Metallsanierung werden die belastenden Stoffe diagnostiziert und unter besonderen Schutzmaßnahmen entfernt. Dabei wird häufig Kofferdam verwendet oder das Clean-Up-System, mit welchem man noch kontrollierter arbeiten kann, weil der Kofferdam häufig nicht dicht genug ist.
Danach oder währenddessen erfolgt eine Ausleitungstherapie, die standardisiert ist, damit der Körper den Einfluss der schädlichen Stoffe ausleiten kann. Dabei kommen metallbindende Substanzen, sogenannte Chelate wie DMPS, DMSA oder EDTA zum Einsatz, die infundiert werden und so die Schadstoffe über die Niere aus dem Körper ausleiten unterstützt durch Vitamine, Mineralien und homöopathische Komplexmittel. Kontrolliert wird die Ausscheidung über die Nieren durch Metallbestimmung im 4 Stunden-Sammelurin, welcher dann in einem toxikologischen Labor analysiert wird. Die Ausleitung geschieht entweder bei uns im Kompetenzzentrum M+ durch die Ärztin Fr. Hartmann oder in Zusammenarbeit mit  den überweisenden Ärzten oder Heilpraktikern. So ist eine umfassende Betreuung des Patienten gewährleistet. Diese Maßnahmen sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse und müssen privat liquidiert werden.

Früher wurden die Amalgamfülllungen erst durch eine neutrale Zwischenphase ersetzt. Diese Vorgehensweise betrachten wir allerdings als überholt, denn die Zwischenschritte belasten die Zähne nur unnötig und führen nicht selten zu Entzündungen der Zahnwurzel. Besser ist es den Zahn direkt mit einem ausgetesteten Material, in der Regel Composite oder Cerec, zu versorgen.